Chipliste

Das Sys­tem der Chipliste ähnelt in vie­len Punk­ten dem Kon­zept von Weight Wat­chers. Jedem Lebens­mit­tel wer­den Punkte in Form von Chips zuge­ord­net und diese sind auf einer über­sicht­li­chen Chipliste ange­ord­net. Dadurch soll das Abspe­cken über­sicht­lich wer­den. Im Unter­schied zu den Weight-Watchers wird bei der Chiplisten-Diät zwi­schen gesun­den und unge­sun­den Lebens­mit­teln unter­schie­den. Gesunde Lebens­mit­tel wer­den mit einem lachen­den Gesicht dar­ge­stellt und unge­sunde mit einem trau­ri­gen Gesicht.

Voll­korn­brot hat pro Scheibe einen Chip. Ein Ham­bur­ger aus dem Fast-Food-Restaurant hat bereits 7,5. Maxi­mal 20 Chips sind pro Tag erlaubt. Bewe­gung wird ange­rech­net: 10 Minu­ten Jog­gen brin­gen zum Bei­spiel einen Chip ein, den man spä­ter ver­kon­su­mie­ren darf. Grun­dätz­lich steht ein Chip jeweils für 100 Kalo­rien. Die Chipliste ist für drei Euro in Apo­the­ken als Pos­ter erhält­lich. Die Anbie­ter wer­ben damit, dass durch die Chiplisten-Diät bis zu 1 kg pro Woche abge­speckt wer­den kann.

Pro

Das Kon­zept ist über­sicht­lich und ein­fach zu ver­ste­hen. Die Auf­ma­chung der Lis­ten wirkt moti­vie­rend. Die Chiplis­ten sind auch für Dia­be­ti­ker aus­ge­legt. Die Methode ist recht fle­xi­bel und auch kleine Sün­den sind gestat­tet. Diese Methode eig­net sich auch für eine lang­fris­tige Ernäh­rungs­um­stel­lung. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Diä­ten ist diese auch für über­ge­wich­tige Kin­der geeig­net. Durch die Ein­fach­heit des Sys­tems und die bute Auf­ma­chung der Pos­ter wer­den Kin­der zu einem bes­se­ren Ver­ständ­nis gesun­der Ernäh­rung angeleitet.

Con­tra

Das größte Plus der Chipliste ist gleich­zei­tig auch ihr größ­tes Manko. Den schlich­ten Lis­ten fehlt eini­ges an Kom­ple­xi­tät und Genau­ig­keit. Wer expe­ri­men­tier­freu­dig ist und gele­gent­lich neue Rezepte aus­pro­bie­ren möchte, tut sich daher manch­mal schwer, den Chip-Wert der benö­tig­ten Zuta­ten rich­tig ein­zu­schät­zen. Beson­ders bemerk­bar macht sich die­ser Umstand dadurch, dass auch häu­fig ver­wen­dete Lebens­mit­tel wie kalo­ri­en­re­du­zierte oder fett­re­du­zierte Käse– und Joghurts­or­ten nicht auf der Liste zu fin­den sind. Außer­dem wird kri­ti­siert, dass kei­ner­lei Anlei­tung für eine aus­rei­chende Zufuhr von Vit­ami­nen und Mine­ral­stof­fen ange­bo­ten wird.

Bewer­tung der Chipliste

Für den Ein­stieg in eine gesunde Lebens­weise ist die Chipliste gut geeig­net. Es kann aber nicht scha­den, sich aus ande­ren Quel­len zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen über eine gesunde Ernäh­rung zu besorgen.

Ein Tomaten-Gurken-Salat mit Thun­fisch hat wenige Punkte auf der Chipliste

Wei­tere Informationen

Chipliste: Schluss mit dem Möhr­chen­zäh­len (Video)

Print Friendly