Fasten

Fas­ten ist an sich keine Schlank­heits­kur. Heil­fas­ten eig­net sich zur Behand­lung von Darm­krank­hei­ten und kann für stark Über­ge­wich­tige unter ärzt­li­cher Anlei­tung einen sym­bo­li­schen Bruch mit den bis­he­ri­gen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten dar­stel­len. Im Gegen­satz zur rei­nen Null­diät, wo es nur um die Gewichts­re­duk­tion geht, spie­len bei vie­len Men­schen auch spi­ri­tu­elle Aspekte eine Rolle. Zu den Diä­ten, die im wei­tes­ten Sinne als Fas­ten­ku­ren bezeich­net wer­den könn­ten, zäh­len unter ande­rem die Markert-Diät, die Mayr-Kur und die Schroth­kur.

In der Regel wer­den Fas­ten­ku­ren bzw. das Heil­fas­ten durch ein ein­fa­ches Bewe­gungs­pro­gramm und eine ange­nehme Atmo­sphäre mit abwech­seln­der Akti­vi­tät und Ruhe unter­stützt. Das kann zum Bei­spiel eine Fas­ten­wan­de­rung mit anschlie­ßen­dem Sau­na­be­such sein. Auch der soge­nannte Fas­ten­ur­laub, zum Teil mit Ernäh­rungs­se­mi­na­ren kom­bi­niert, erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit. Nach einer Fas­ten­kur gewöhnt man den Kör­per lang­sam wie­der an feste Nahrung.

Kul­tu­relle Aspekte beim Fasten

In zahl­rei­chen Kul­tu­ren ist der tem­po­räre Ver­zicht auf feste Nah­rung ein Bestand­teil des reli­giö­sen und spi­ri­tu­el­len Lebens belegt. Oft wer­den fest­ge­legte Rituale für bestimmte Jah­res­zei­ten befolgt — Bei­spiele dafür sind die Fas­ten­zei­ten der christ­li­chen Kir­chen in der Woche vor Ostern, der Rama­dam im Islam oder der Ver­söh­nungs­tag „Jom Kip­pur“ in der jüdi­schen Reli­gion. Auch in der noch rela­tiv jun­gen west­li­chen Kul­tur des Heil­fas­tens spie­len und spiel­ten spi­ri­tu­elle Aspekte immer wie­der eine Rolle oder flie­ßen darin ein. Die Vor­stel­lung der „Ent­schla­ckung“ des Kör­pers ist bei­spiels­weise weni­ger in medi­zi­ni­schen Tat­sa­chen begrün­det, als viel­mehr in der esoterisch/anthro­po­so­phi­schen Vor­stel­lung von der „Rei­ni­gung des Kör­pers und der Seele“.

 

Pro

Eine Fas­ten­kur ist die denk­bar bil­ligste Diät, weil die Aus­ga­ben für Lebens­mit­tel für einen bestimm­ten Zeit­raum ent­fal­len. Es ist ein­fach und es ist medi­ta­tiv. Akti­vi­tä­ten wie das Wan­de­run­gen unter­stüt­zen die spi­ri­tu­elle Erfah­rung. Durch den Ver­zicht auf Nah­rung wird außer­dem das Ver­dau­ungs­sys­tem voll­stän­dig ent­leert und gege­be­nen­falls kön­nen vor­han­dene Erkran­kun­gen des Darms von selbst abhei­len. Der Abneh­mef­fekt ist sehr hoch. Es sind posi­tive Effekte bei Rheuma und Gelenk­ser­kran­kun­gen belegt.

Con­tra

Bei einer län­ge­ren Kur dro­hen Man­gel­er­schei­nun­gen. Außer­dem ist es zweck­los, wenn nach der Phase des Nah­rungs­ver­zichts keine kon­se­quente und Dau­er­hafte Ernäh­rungs­um­stel­lung erfolgt. Der Jojo-Effekt ist ansons­ten vor­pro­gram­miert, und der Traum vom schlank sein zer­platzt schnell wieder.

 

Typi­sche Haupt­speise wäh­rend der Kur

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