Mentales Schlankheitstraining

Men­ta­les Schlank­heits­trai­ning (auch bekannt als men­ta­les Akti­vie­rungs­trai­ning) stellt ein psy­cho­lo­gi­sches Lern­pro­gramm im Vor­der­grund. Durch auto­gene Medi­ta­tion soll man Schritt für Schritt ler­nen, wie fal­schen und unge­sun­den Ess­ge­wohn­hei­ten auf den Grund gegan­gen wer­den kann und wie man sich gesunde Gewohn­hei­ten zu Eigen macht. Ähn­li­che Metho­den fin­den unter ande­rem in der Sport­psy­cho­lo­gie Anwen­dung.

Men­ta­les Schlank­heits­trai­ning oder men­ta­les Akti­vie­rungs­trai­ning ist im Grunde genom­men eine ein­fa­che Form der Auto­sug­ges­tion. Ein Über­be­griff dafür ist „auto­gene Medi­ta­tion“. Schlechte Ver­hal­tens­mus­ter wer­den durch kogni­ti­ves Asso­zi­ie­ren mit nega­ti­ven, ekel­er­re­gen­den oder beängs­ti­gen­den Bil­dern belegt. So soll man sich Tee­wurst vor­stel­len wie Erbro­che­nes, But­ter riecht ran­zig oder Scho­ko­lade sieht aus wie Fäka­lien. Mit posi­ti­ven Asso­zia­tio­nen wer­den hin­ge­gen die gesun­den Nah­rungs­mit­tel belegt.

Ähn­li­che Ansätze wer­den auch in der Sport­psy­cho­lo­gie ver­folgt. Ein posi­ti­ves Kör­per­ge­fühl soll durch Sport und Bewe­gungs­übun­gen geweckt und ver­stärkt wer­den. Gleich­zei­tig wer­den bei kör­per­li­cher Akti­vi­tät jede Menge Glücks­hor­mone aus­ge­schüt­tet — die Wahr­schein­lich­keit, dass jemand aus Frust, Trau­rig­keit oder Lan­ge­weile zu Süßig­kei­ten greift, ist also dem­ent­spre­chend geringer.

Men­ta­les Schlank­heits­trai­ning rich­tig nutzen

Men­ta­les Schlank­heits­trai­ning oder men­ta­les Akti­vie­rungs­trai­ning hat das Poten­tial, nega­ti­ven und schäd­li­chen Ess­ge­wohn­hei­ten auf den Grund zu gehen und Pro­bleme auf­zu­de­cken. Danach macht es Sinn, sich selbst einen guten Fit­ness– und Ernäh­rungs­plan zurecht­zu­le­gen, damit mit den gewon­nen Erkennt­nis­sen das Gewicht auch wirk­lich redu­ziert wer­den kann. Das Wis­sen selbst reicht näm­lich noch lange nicht aus, um tat­säch­lich abzu­neh­men — man muss die auto­ge­nen Tech­ni­ken selbst­ver­ständ­lich auch in die Pra­xis umsetzen.

Pro

Viele Gewichts­pro­bleme haben psy­chi­sche Ursa­chen — und genau hier setzt men­ta­les Schlank­heits­trai­ning an. Men­schen essen oft aus Trau­rig­keit, Lan­ge­weile oder Frust. Die­ser Aspekt wird in den meis­ten Diät­rat­ge­bern zu wenig beach­tet. Außer­dem ist beim Men­tal­trai­ning kein läs­ti­ges Kalo­ri­en­zäh­len oder genaues Abwie­gen der Zuta­ten beim Kochen erforderlich.

Wenn man weiß, warum man in bestimm­ten Situa­tio­nen immer wie­der zur Tüte Chips greift, kann das Hin­ter­grund­wis­sen über die eigene Per­sön­lich­keit und die auto­gene Medi­ta­tion in Zukunft hel­fen, mit die­sen Situa­tio­nen rich­tig umzu­ge­hen und schlank zu blei­ben. Die men­tale Ebene kann eine gute Hilfe bei ande­ren Ernäh­rungs­pro­gram­men sein.

Con­tra

Zwei­fel­los sollte die psy­cho­lo­gi­sche Seite nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Über­ge­wicht kann jedoch auch durch viele andere Ursa­chen ent­ste­hen. Grund­kennt­nisse über eine gesunde Ernäh­rung sind also nötig. Dar­auf wird im men­ta­len Schlank­heits­trai­ning zu wenig ein­ge­gan­gen. Der Fokus liegt hier zu ein­sei­tig auf dem Men­tal­trai­ning bzw. der auto­ge­nen Meditation.

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