Nulldiät

Die Null­diät (manch­mal auch Null-Diät geschrie­ben) ist eine Radi­kal­diät. Über einen län­ge­ren Zeit­raum wird kei­ner­lei feste Nah­rung auf­ge­nom­men. Es gibt nur kalo­ri­en­arme Getränke, wie zum Bei­spiel unge­zu­cker­ten Kräu­ter­tee oder Was­ser, und in man­chen Vari­an­ten bestimmte Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, die Man­gel­er­schei­nun­gen auf­grund feh­len­der Vit­amine und Mine­ral­stoffe vor­beu­gen sol­len.

Im Unter­schied zum (Heil-)Fas­ten, wo oft der Wunsch nach Ent­schla­ckung oder die kör­per­li­che Rege­ne­ra­tion im Vor­der­grund steht oder dem Fas­ten aus spi­ri­tu­el­len oder kul­tu­rel­len Moti­ven, ist das ein­zige Ziel der Null­diät der mög­lichst schnelle Gewichts­ver­lust. Der mensch­li­che Kör­per baut wäh­rend die­ser Kur sehr schnell Mus­kel­masse und Fett­ge­webe ab, weil er nach eini­gen Tagen gezwun­gen ist, auf seine eige­nen Reser­ven zurück­zu­grei­fen. Ein gesun­der Mensch kann ohne Nah­rung mehr als einen Monat überleben.

Pro

Die Null­diät erfor­dert kei­ner­lei Vor­be­rei­tung. Der Ver­zicht schärft das Emp­fin­den für Essen und Trinken.

Bei der Null­diät gibt es meist nur Was­ser oder Tee

Con­tra

Die Null-Diät ist sehr schwer durch­zu­hal­ten. Auch sonst gibt es fast nur Nachteile:

  • Der Kör­per redu­ziert zuerst die Mus­kel­masse, bevor er an das Fett geht (Eiweißmangel)
  • Der Kör­per senkt den Grund­um­satz, schal­tet in den Hun­ger­mo­dus. Schwä­che und Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten sind die Folge.
  • Auf­grund feh­len­der Vit­amine und Mine­ral­stoffe kommt es schnell zu Mangelerscheinungen
  • Es dro­hen Gicht­an­fälle sowie Herz-Kreislaufstörungen
  • Der Jojo-Effekt ist auf­grund des nied­ri­gen Grund­um­sat­zes in der Hun­ger­phase vorprogrammiert.
  • Eine lang­fris­tige Umstel­lung der Ernäh­rung ist bei der Null­diät zwar nicht aus­ge­schlos­sen, aber auch nicht aus­drück­lich vorgesehen.

Bewer­tung der Null-Diät

Die Null­diät ist nicht zu emp­feh­len. Die Stif­tung Waren­test kommt zu dem Fazit, dass eine Null-Diät im bes­ten Fall als radi­ka­ler, sym­bo­li­scher Schluss­strich zu sehen ist, den man unter seine bis­he­ri­gen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten setzt. Ohne eine ent­spre­chende Umstel­lung der Ernäh­rung nach Ende der Diät kommt es so gut wie immer zu einer raschen Gewichts­zu­nahme, so dass kurze Zeit spä­ter wie­der das Aus­gangs­ge­wicht erreicht und in vie­len Fäl­len sogar über­schrit­ten wird.

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