South-Beach-Diät

Die South-Beach-Diät wurde von dem US-amerikanischen Herz­spe­zia­lis­ten Arthur Agats­ton ent­wi­ckelt. Sie ist im wesent­li­chen eine Kom­bi­na­tion der Atkins– und der Glyx-Diät und zählt damit zur Gruppe der Low-Carb-Diäten.

Nach Anga­ben des Erfin­ders beruht die South-Beach-Diät auf den Rat­schlä­gen, die der Herz­spe­zia­list in jah­re­lan­ger Berufs­er­fah­rung sei­nen Pati­en­ten mit auf den Weg gege­ben hat. Dar­aus ent­stand eine Anlei­tung in Buch­form, die auch in Deutsch­land auf gro­ßes Inter­esse stieß.

Unterlagen zur South-Beach-Diät
Unter­la­gen zur South-Beach-Diät

Anders als Atkins macht Agats­ton einen Unter­schied zwi­schen „guten“ und „schlech­ten“ — also zwi­schen pflanz­li­chen und tie­ri­schen Fet­ten. Pflan­zen­fett ist erlaubt, tie­ri­sches Fett ver­bo­ten — das ist ver­ein­facht aus­ge­drückt seine For­mel. Außer­dem sollte man auf Nudeln, wei­ßes Mehl oder Lebens­mit­tel mit viel Zucker ver­zich­ten. Dies wie­derum ent­spricht der Glyx-Diät -  es sol­len Koh­le­hy­drate geges­sen wer­den, die den Blut­zu­cker­spie­gel nur lang­sam stei­gen lassen.

Die South-Beach-Diät ist in drei Pha­sen gegliedert:

  1. Phase: Kar­tof­fel, Back­wa­ren, Nudeln, Obst, Reis und Süßig­kei­ten sind ver­bo­ten. Ebenso Alko­hol und Eiscreme.
  2. Phase: Man­che Koh­len­hy­drate sind nun wie­der gestattet.
  3. Phase: Diese Phase ist eine lebens­lange Ernäh­rungs­um­stel­lung, die sich von den gän­gi­gen ernäh­rungs­wis­sen­schaft­li­chen Emp­feh­lun­gen kaum unterscheidet.

Pro

Die in der South-Beach-Diät emp­foh­lene Kost mit pflanz­li­chen Fet­ten bewirkt eine gute Sät­ti­gung.  Der hohe Obst­an­teil, der Fisch und das Gemüse sind eben­falls posi­tiv. Die dritte Phase ent­spricht den all­ge­mein aner­kann­ten Emp­feh­lun­gen und ist gut geeig­net, das erreichte Gewicht lang­fris­tig zu halten.

Con­tra

In Phase eins droht aku­ter Vit­amin­man­gel, weil Obst ver­bo­ten ist. Sie sollte kei­nes­falls län­ger als 14 Tage aus­ge­dehnt wer­den. Durch die feh­len­den Hül­sen­früchte droht außer­dem Ballaststoffmangel.

Wis­sen­schaft­lich umstrit­ten ist der hohe Anteil an Fett und Eiweiß. Für Men­schen mit Nie­ren­er­kran­kun­gen ist die­ses Diät daher unge­eig­net. Inwie­fern sich die Blut­fett­werte von Gesun­den ver­schlech­tern, ist noch nicht aus­rei­chend erforscht.

Eben­falls nicht wis­sen­schaft­lich beleg­bar ist bis­her die Bedeu­tung des gly­kä­mi­schen Index.

Bewer­tung der South-Beach-Diät

  • Öko­test bewer­tet die South-Beach-Diät mit „Ausreichend“.
  • Die Stif­tung Waren­test rät davon ab.

Wei­tere Informationen

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